Hüftgelenk – Aufbau, Arthrose und moderne Möglichkeiten zur Behandlung
Das Hüftgelenk ist eines der größten und am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Es trägt wesentlich zur Mobilität, Stabilität und Lebensqualität bei. Erkrankungen des Hüftgelenks können zu erheblichen Schmerzen und funktionellen Einschränkungen führen. Unsere Klinik bietet eine umfassende Diagnostik sowie moderne, individuell abgestimmte Therapiekonzepte für Erkrankungen der Hüfte an.
Aufbau (Anatomie) des Hüftgelenks
Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, bestehend aus dem Hüftkopf des Oberschenkelknochens und der Hüftpfanne des Beckens. Die Gelenkflächen sind mit einer glatten, belastbaren Knorpelschicht überzogen, die eine reibungsarme Bewegung ermöglicht und als Stoßdämpfer dient.
Stabilisierende Bänder, die Gelenkkapsel sowie die umgebende Muskulatur sorgen für Halt, Kraftübertragung und Beweglichkeit. Ein gesundes Hüftgelenk erlaubt schmerzfreie Bewegungen in nahezu alle Richtungen.

Arthrose des Hüftgelenks
Die Hüftarthrose (Coxarthrose) ist eine degenerative Erkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels kommt. Durch den Knorpelverlust reiben die Knochen zunehmend aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursacht.
Typische Symptome sind belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste, im Oberschenkel oder Gesäß, Anlaufschmerzen nach Ruhephasen sowie eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. In fortgeschrittenen Stadien treten häufig Ruheschmerzen und Nachtschmerzen auf.

Indikation zur operativen Versorgung
Die Behandlung der Hüftarthrose beginnt grundsätzlich konservativ. Hierzu zählen medikamentöse Schmerztherapie, Physiotherapie, Bewegungstherapie sowie gelenkentlastende Maßnahmen.
Eine operative Versorgung wird empfohlen, wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichend wirksam sind und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Die OP-Indikation orientiert sich an den Beschwerden, der funktionellen Einschränkung und den bildgebenden Befunden.
Eine Operation kommt insbesondere in Betracht bei:
- Anhaltenden starken Schmerzen trotz konservativer Therapie
- Deutlicher Einschränkung der Mobilität und Alltagsfähigkeit
- Ruheschmerzen oder nächtlichen Schmerzen
- Fortgeschrittenem Gelenkverschleiß in der bildgebenden Diagnostik
Die Entscheidung zur Operation erfolgt stets nach ausführlicher ärztlicher Beratung.
Minimal-invasive Hüftchirurgie und Hüftgelenkersatz
In unserer Klinik wird der Hüftgelenkersatz bevorzugt minimal-invasiv durchgeführt. Bei dieser modernen Operationstechnik erfolgt der Zugang zum Hüftgelenk muskelschonend, das heißt, die umgebende Muskulatur wird nicht durchtrennt, sondern lediglich beiseitegeschoben.
Diese muskelerhaltende Vorgehensweise bietet mehrere Vorteile:
- Geringeres Weichteiltrauma
- Weniger postoperative Schmerzen
- Schnellere Mobilisation nach der Operation
- Kürzere Rehabilitationsphase
- Frühere Rückkehr in den Alltag
Beim Hüftgelenkersatz werden die verschlissenen Gelenkanteile durch eine hochwertige, individuell ausgewählte Endoprothese ersetzt. Ziel ist es, die natürliche Funktion des Hüftgelenks möglichst exakt nachzubilden, Schmerzen nachhaltig zu reduzieren und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Durch die Kombination aus moderner minimal-invasiver Technik, bewährten Implantaten und strukturierter Nachbehandlung ermöglichen wir unseren Patientinnen und Patienten eine sichere und schonende Versorgung auf aktuellem medizinischem Niveau.
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